Stiftung Rückwärtsundvorwärtsdenken

Die Stiftung “Rückwärts und Vorwärtsdenken”

ist eine wohltätige, nicht operative Stiftung. Das bedeutet, wir unterstützen ganz bestimmte bedürftige Menschen finanziell. 
Der Grundgedanke der Stiftung war, unter den vielen Formen von Leid der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts die sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland heraus zu nehmen. 
Vergleicht man ihr Schicksal mit dem der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion, sprechen schon die Zahlen für sich: 
Von 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen starben 3,3 Millionen (58%), während von den 3,155 Millionen deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion 1,186 Millionen nicht mehr zurückkehrten (37,6%). 
Grundlage für den Tod so vieler sowjetischer Männer war der rassistische Untermenschengedanke: 

”Der Untermensch, jene biologisch scheinbar völlig gleichgeartete Naturschöpfung mit Händen, Füßen und einer Art Gehirn, mit Augen und Mund, ist doch eine ganz andere, eine furchtbare Kreatur, ist nur ein Wurf zum Menschen hin, mit menschenähnlichen Gesichtszügen – geistig, seelisch jedoch tiefer stehend als jedes Tier. Im Innern dieses Wesens ein grausames Chaos wilder, hemmungsloser Leidenschaften: namenloser Zerstörungswille, primitivste Begierde, unverhüllteste Gemeinheit – Untermensch – sonst nichts.” Der Untermensch. Herausgeber: Der Reichsführer SS, SS-Hauptamt, Berlin, 1942, S.1, aus: MITTELWEG 36 2/2006, Hamburger Institut für Sozialforschung, S. 20. 

Von den deutschen Soldaten, die aus sowjetischer Gefangenschaft heimgekehrt sind, haben viele am Wirtschaftswunder des Nachkriegsdeutschland mitgewirkt und sind in Frieden und Wohlstand im Alter verstorben. 
Die sowjetischen Heimkehrer wurden in der UdSSR Stalins als Verräter beschimpft und drangsaliert. Sie sind – soweit sie heute noch am Leben sind – sehr arm und es fehlt ihnen an Allem.